„Apostolisch“
So nennen wir unser Glaubensbekenntnis. Der Begriff ergibt sich aus der Tatsache, daß unser Glaube auf dem Zeugnis der Apostel aufruht, die Jesus berufen hat, die Ihm gefolgt sind, die in Ihm mit der Zeit ihren Herrn und Heiland erkannten und die am Ende Zeugen von Tod und Auferstehung wurden.
Diese Schüler- und Jüngerschaft macht sie für Christus geeignet, sie zu Seinen „Aposteln“ – zu Deutsch: „Gesandten“ – zu machen.
Als es nach der Himmelfahrt Jesu darum geht, einen Nachfolger für den abtrünnigen Judas Iskariot zu bestimmen, entwickelt Petrus den Kriterienkatalog eines Apostels. Vor der Nachwahl eines Zwölften anstelle des Verräters sagt er: „Es ist also nötig, daß einer von den Männern, die mit uns die ganze Zeit zusammen waren, als Jesus, der Herr, bei uns ein und aus ging, angefangen von der Taufe durch Johannes bis zu dem Tag, an dem er von uns ging und in den Himmel aufgenommen wurde – einer von diesen muss nun zusammen mit uns Zeuge seiner Auferstehung sein“ (Apg 1, 21 f.)
Ein Apostel muß also jemand sein, der Leben, Sterben, Tod und Auferstehung Jesu Christi bezeugen und deswegen glaubhaft verkünden kann.
Deswegen sind die Apostel das Fundament, auf das Christus Seine Kirche gegründet hat. Dies gilt auch für ihre Nachfolger, auch wenn sie nicht mehr Zeitzeugen sein konnten.
Nach dem Lehrstück für den hl. Thomas, der lernen mußte, daß „selig sind, die nicht sehen und doch glauben“ (Joh 20,29), ist für alle späteren Generationen der überlieferte Glaube, der im Herzen feste Wurzeln geschlagen hat, die Anforderung an den Apostelnachfolger.
Glühender Glaube und die Treue zur Lehre der ersten Apostel bestimmt den Grad der Eignung für das Amt der Apostel zu allen Zeiten. Denn die Zeugenschaft ist auch möglich, wenn man den Herrn nicht sieht.
Die Bischöfe als Nachfolger der Apostel benötigen deshalb unser inniges Gebet für ihr Amt, das für die Kirche unverzichtbar ist.
Bald wird Bischof Helmut zu einem Besuch bei uns sein, um uns in unserem eigenen Zeugnis von Christus, dem Auferstandenen zu stärken. Es ist eine schöne Fügung, daß dieser apostolische Besuch bei uns in der österlichen Zeit stattfinden wird.
In der Hoffnung auf reiche geistliche Früchte der geplanten Begegnungen mit unserem Bischof wünsche ich Ihnen allen ein gesegnetes Osterfest!
Ihr Pastor Dr. Guido Rodheudt
Unser Bischof kommt!
Visitation in St. Gertrud
Donnerstag, 7. Mai – „Pastoral im Ehrenamt“
Begegnung mit Engagierten in Katechese, Musik, Gebetsdienst und Gemeindeleben
Dienstag, 12. Mai – „Die Kirche ist jung“ –
Abendmesse in St. Antonius; anschließend GAUDETE-Katechese
und Glaubensgespräch mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen
Sonntag, 17. Mai – „St. Gertrud als Geistliches Zentrum“
10.30 Uhr Pontifikalamt in St. Gertrud. Anschließend Pfarrversammlung und Austausch für alle (!) im Saal von St. Marien zur Zukunft von St. Gertrud;
Lunch mit Spezialitäten aus den Herkunftsländern unserer Gemeindemitglieder (Deutschland, Polen, Nigeria, Kroatien, Ungarn, Sri Lanka, Brasilien, Frankreich, Palästina u.a.) zum Abschluß Kindersegnung durch den Bischof