Günstig tanken
Die Spritpreise gehen hoch und höher. Der Krieg im Nahen und Mittleren Osten wird auch am Ölhahn geführt. Wer günstig Tanken will, fährt über die belgische Grenze und tankt dort günstiger. Noch…
Was das Auftanken für die Seele betrifft, stellt sich die Situation wesentlich besser dar. Hier gibt es keine Engpässe oder konjunkturellen Schwankungen. Gottes Treibstoff ist immer „gratis“ – zu Deutsch: eine Gnade. Kostenfrei betankt Er die Seele mit Barmherzigkeit und Vergebung. Nirgendwo spürt man das so deutlich wie bei der Beichte. Denn sie ist nicht nur Erleichterung und Entlastung, sondern auch ein Anfüllen mit Gnade und Kraft, mit neuer Motivation und Anschub für einen neuen Anfang, den jeder regelmäßig braucht.
Papst Leo hat darauf noch kürzlich bei einer Audienz hingewiesen. Angesichts der heiligmachenden Gnade, die das Sakrament der Versöhnung schenkt, wäre es schade, dies auszuschlagen: „Es ist, als bliebe der unendliche Schatz der Barmherzigkeit der Kirche „unbenutzt“, aufgrund einer weit verbreiteten Zerstreutheit der Christen, die nicht selten lange Zeit im Zustand der Sünde verharren, anstatt sich mit Einfachheit des Glaubens und des Herzens dem Beichtstuhl zu nähern, um das Geschenk des auferstandenen Herrn anzunehmen.“ schreibt der Heilige Vater. Und der Bischof von Oslo Fredrik Hansen wird noch konkreter: mindestens dreimal im Jahr sollten Katholiken zur Beichte gehen. „Eine gute Beichtpraxis bedeutet mehr als eine Beichte im Jahr“, schreibt er. Sein Vorschlag: in der Fastenzeit, im Sommer und in der Adventszeit. Jede Sünde schade der eigenen Beziehung zu Gott, zur Kirche und zu den Mitmenschen. Im Sakrament der Beichte vergebe Gott allerdings die Sünden, stelle „das göttliche Leben in uns wieder her“ und führe „zurück in die Freundschaft mit ihm und in die Einheit mit der Kirche“. Der Sieg Jesu über Tod und Sünde an Ostern werde im Sakrament der Beichte konkret. Regelmäßige Beichte trage dazu bei, „das eigene Leben auf Sünden der Schwäche zu prüfen, Gottes Gesetz immer tiefer zu verstehen und eifrig nach der Heiligkeit zu streben, zu der der Herr uns ruft“.
Ich lade alle herzlich ein, in unseren Beichtstühlen Gottes Barmherzigkeit aufzutanken. Damit die tägliche Fahrt nicht erlahmt und man am Ende liegenbleibt….
Visitation aktuell – Bitte lesen!!!
Nach dem ersten Terminentwurf steht nun der Rahmen für den Besuch unseres Bischofs fest. Der erste Termin am 3. Mai (Hl. Messe in St. Gertrud) ist zwischenzeitlich vom Bischofshaus wieder gestrichen worden. Neben dem Treffen mit ehrenamtlichen Mitarbeitern in der Seelsorge und mit der Jugendgruppe GAUDETE verbleiben nun im Terminplan das Pontifikalamt und die Pfarrversammlung für die gesamte Gemeinde am Sonntag, dem 17. Mai. Sie beginnt um 12 Uhr im Pfarrsaal von St. Marien und stellt die zentrale und wichtigste Begegnung mit unserem Bischof während der Visitation dar.
Wir bitten alle herzlich und dringend, an diesem Sonntag das Hochamt zu besuchen, und auch an der Pfarrversammlung teilzunehmen!!!
Sinn dieser Zusammenkunft ist, daß wir dem Bischof im Erleben unserer konkreten Gemeinschaft von Jung bis Alt und im Austausch Gelegenheit geben, St. Gertrud als Personalpfarrei und Geistliches Zentrum kennenzulernen. In einer kurz referierten Darstellung unseres Gemeindelebens durch Vertreter verschiedener Initiativen und in einem moderierten Gespräch mit den Anwesenden soll der Bischof die Lebenswirklichkeit in St. Gertrud kennenlernen und sich ein Bild von dem steigenden Zulauf aus der Region machen können. Wir wollen dabei mit dem Bischof überlegen, wie künftig der überregionale Charakter unserer Gemeinde, deren aktive Mitglieder mehrheitlich nicht in Herzogenrath wohnen, und das Territorium des Pastoralen Raumes zusammengedacht werden können. Das zukunftsfähige und aufblühende Leben in St. Gertrud ist im Augenblick noch an die kirchenrechtlich weitgehend selbständige Pfarrei gebunden. Nach deren zu erwartender Auflösung stellt sich deswegen die Frage nach dem strukturellen Fortbestand dessen, was in St. Gertrud gewachsen ist und weiter wächst. Es geht also um die Zukunft unserer Gemeinde!
Um das Gespräch bei der Pfarrversammlung mit dem Bischof konzentriert gestalten zu können, werden wir u.a. die Ergebnisse der Statistischen Studie der Universität München von 2024 kurz vorstellen. Darüber hinaus kann jeder im Vorfeld Emails mit Fragen oder Wünschen einreichen. Der Redaktionsschluß dazu ist der 10. Mai. Mails bitte an pfarrer@st-gertrud.info.
Zum Abschluß der Pfarrversammlung sind alle zu einem Fingerfood-Lunch mit Spezialitäten aus den Herkunftsländern unserer Gemeindemitglieder eingeladen. Neben Deutschland sind dabei acht weitere Nationen am Start: Polen, Kroatien, Ungarn, Brasilien, Nigeria, Frankreich, Sri Lanka und Brasilien.
Natürlich wird der Bischof uns am 17. Mai nicht verlassen, ohne vorher noch alle Kinder zu segnen. Die Kindersegnung ist für 15.00 Uhr vorgesehen. Es wäre schön und lebensecht, wenn besonders die jungen Familien, die Sonntag für Sonntag mit ihren Kindern bei uns die Hl. Messe besuchen, an der Pfarrversammlung teilnehmen würden. Kinderbetreuung besteht währenddessen in den angrenzenden Räumlichkeiten.
Osterkollekten für die Meßdiener
Als Zeichen der Dankbarkeit für den treuen und immer in großer Zahl ausgeführten Dienst unserer Meßdiener halten wir für sie die Gründonnerstagskollekte in St. Gertrud und die Kollekte der Osternacht in St. Antonius. Die Sammlung geht in die Meßdienerkasse und dient zur Finanzierung der außerliturgischen Ministrantenarbeit – in diesem Jahr für eine Wochenendfreizeit in Schloß Assen im September.
Erstkommunion
Seit dem 20. September 2025 bereiten sich unsere Kommunionkinder mit großem Eifer auf den Weißen Sonntag mit dem ersten Empfang der Hl. Eucharistie vor.
In wöchentlichen Katechesen, die Pastor Dr. Rodheudt und die Katechetinnen Anita Reinartz und Andrea Nell durchführen, haben die Kinder eine profunde Vorbereitung auf die Sakramente der Buße und der Eucharistie erhalten. Alle Mühe ging dahin, das Herz der Kinder für Jesus Christus zu öffnen. Dabei half die Gottesdienstgemeinde durch ihr Vorbild mit, Zeugnis abzulegen von dem in unserer Mitte gegenwärtigen Herrn und Erlöser. Allen, die in diesem Jahrgang den Kindern auf dem Weg mitgeholfen haben – Katecheten, Eltern und Betern – sei an dieser Stelle von Herzen gedankt! Am Sonntag nach dem Weißen Sonntag, dem 19. April, danken die Kinder Gott und allen Betern im Hochamt um 10.30 Uhr und laden die Gemeinde anschließend zu Speis und Trank ein. Gott segne die Kommunionkinder dieses Jahres:
Oliver Esser, Amaris Emehel, Aaliyah Fidan, Louis Hamacher,
Anna Sophia Offergeld, Josefine Pinsdorf und Laurenz Sommer.
Montagsgespräch
Nicht nur im politischen Kontext, sondern auch im Raum der Kirche werden Positionen oder Weltbilder gerne in „links“ und „rechts“ eingeteilt. In der Auseinandersetzung mit derzeitigen politischen Entwicklungen wird sogar seitens der kirchlichen Hierarchie vor der „Gefahr von rechts“ gewarnt.
Anlaß für uns, zur Neubetrachtung des binären politischen Ordnungsschemas Peter Hoeres zum Montagsgespräch am 18. Mai einzuladen. Der Ordinarius für neueste Geschichte an der Universität Würzburg spürt der historisch allgegenwärtigen Verbreitung der Rechts-links-Unterscheidung in Religion, Kultur und Sprache nach. Er plädiert für eine nüchterne Betrachtung unserer kulturellen Deutungsschemata.
Sein Fazit: Mit der zunehmenden normativen Zuspitzung droht das binäre Schema inzwischen zur Gefahr für den Rechtsstaat und das friedliche Zusammenleben in unserer Gesellschaft zu werden. Was dies auch für uns als Kirche bedeutet, stellt der Abend unter dem Thema „Rechts und links. Eine Unterscheidung mit Folgen für Kirche und Gesellschaft“ zur Diskussion.
Peter Hoeres (Jg. 1971) ist Historiker und seit 2013 Professor für Neueste Geschichte an der Universität Würzburg.
Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr im Pfarrsaal von St. Marien, Kleikstraße 56. Alle sind nach Vortrag und Aussprache zu einem Umtrunk mit Imbiß eingeladen. Der Eintritt ist frei!
Gaudete
Am Samstag, dem 11. April, laden wir junge Christen zu unserem nächsten Treffen ein. Nach der Vorabendmesse schließt sich zunächst eine Zeit der Eucharistischen Anbetung in St. Marien an. Danach beschäftigen wir uns auf Wunsch der Jugendlichen in der Katechese diesmal mit dem hl. John Henry Newman (1801-1890), dem großen englischen Theologen und berühmten Konvertiten, den Papst Leo im letzten Jahr sogar zum Kirchenlehrer erhoben hat. Newman steht für die Wiederentdeckung des katholischen Glaubens in der Anglikanischen Kirche des 19. Jahrhunderts und ist in unseren Tagen ein großer Inspirator für alle, die das katholische Bekenntnis suchen. Unter dem Thema „Back to the roots!“ spüren wir dem Weg John Henry Newmans nach, auf dem er über den Rückgriff zu den Quellen der Theologie des ersten Jahrtausends die katholische Kirche als Heimat gefunden hat. Zu den GAUDETE-Katechesen sind alle interessierten Jugendliche und jungen Erwachsenen eingeladen
Katechese für alle
Bei der nächsten Veranstaltung unserer Reihe KATECHESE FÜR ALLE geht es am 13. April um ein Thema, das sich mancher schon länger gewünscht hat, weil es einen Bereich des Glaubens betrifft, den man bei jedem Kreuzzeichen im Munde führt, der aber oftmals als wenig griffig und verständlich betrachtet wird. Unter dem Titel „Der Dritte im Bunde. Wer ist der Heilige Geist? beschäftigen wird uns an dem Abend mit der dritten Person der Allerheiligsten Dreifaltigkeit. Was sagen Heilige Schrift und kirchliche Tradition über den Heiligen Geist, wie kann man mit Ihm kommunizieren, und gibt es Möglichkeiten, Ihn zu erfahren?
Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr nach der Abendmesse in den Räumen von St. Marien.