Pfarrbrief August 2026

Blick in die Zukunft

Wie geht es weiter mit St. Gertrud? Nach der Bischöflichen Visitation stellt sich für viele von uns diese Frage.

Das offizielle Visitationsprotokoll hält dazu fest, daß der Bischof die Entwicklung von St. Gertrud von einer territorialen Pfarrei zu einem überregionalen Geistlichen Zentrum, das Menschen aufsuchen, nicht weil sie am Ort wohnen, sondern weil sie bewußt dazugehören wollen, positiv bewertet. Der Text referiert die Worte des Bischofs bei seinem Besuch bei uns am 17. Mai wie folgt: „[…] heute sei ein bewusstes Dazugehören-Wollen und eine innere Zustimmung zum Glauben an Jesus Christus nötig. Dies werde in St. Gertrud erlebbar und ermöglicht. Daher sei St. Gertrud für die Zukunft gut aufgestellt: „Sie brauchen vor der Zukunft keine Angst zu haben.“ Er nehme den Ansatz in St. Gertrud wahr, durch Liturgie und Katechese Gott im eigenen Leben zu finden. Damit folge das Geistliche Zentrum nicht einer bloßen Mode, sondern reagiere auf einen Hunger nach Glauben. […] Abschließend bemerkt er, St. Gertrud könne nicht ein Modell für das ganze Bistum sein, aber St. Gertrud könne über den Pastoralen Raum hinaus Bedeutung haben“.

Nach dieser positiven Würdigung steht nun die Frage im Raum, wie diese vom Bischof herausgehobene Bedeutung von St. Gertrud institutionell gefestigt werden kann. Das „Synodalforum St. Gertrud“ als ein Bündnis engagierter Laien aus dem Kirchenvorstand und dem ehemaligen Apostolatsforum St. Gertrud hat deswegen den Bischof gebeten, die Frage zu prüfen, ob St. Gertrud zu einer sogenannten „Personalpfarrei“ erhoben werden könnte, bei der nicht länger das Territorium, sondern die geistlichen Bedürfnisse eines überregionalen Personenkreises bestimmend sind (daher der Name „Personalpfarrei“). Diese im Kirchenrecht vorgesehen Gemeindeform würde auch nach der absehbaren Bildung einer einzigen Großpfarrei für ganz Herzogenrath die geistliche Ausrichtung von St. Gertrud als überregionale Institution verankern und sie als Gemeinde mit dem im regionalen Vergleich stärksten, jüngsten und gegen den Trend wachsenden Zulauf erhalten. Auf der Homepage von St. Gertrud findet sich die Eingabe im Wortlaut. Der Bischof hat versprochen, sie persönlich zu prüfen.

Radpilgerfahrt nach Kevelaer – ein Rückblick

Am 10. Juli war es für mich so weit: meine erste Pilgertour von Herzogenrath / St. Gertrud nach Kevelaer. Rund 200 Kilometer mit dem Fahrrad lagen vor mir – eine Distanz, mit der ich kaum Erfahrung hatte. Dazu kam eine Gruppe von etwa 40 Menschen, von denen ich vorher niemanden kannte. Entsprechend gespannt und auch ein wenig nervös war ich.

Doch schon bei meiner Ankunft verflog die erste Unsicherheit. Viele begrüßten mich herzlich als Neupilger: „Hey Daniel, schön, dass du dabei bist!“ 
Mein erster Gedanke war: Wow, kennen die mich etwa? Ich fühlte mich vom ersten Moment an willkommen und mitgenommen.

Kaum waren wir losgefahren, war ich nicht mehr einfach nur der Neue, sondern ein Teil der Pilgergemeinschaft. Während der Fahrt und bei den Pausen mit kalten Getränken wuchs das Wir-Gefühl immer weiter. Es wurde erzählt, gelacht, gebetet und natürlich gemeinsam in die Pedale getreten.

Besonders beeindruckt hat mich die Organisation der gesamten Radwallfahrt. Ich habe selten eine Fahrradtour erlebt, die so gut vorbereitet und begleitet wurde. 

Durch den großen Einsatz der Helferinnen und Helfer konnten wir uns unterwegs bestens aufgehoben fühlen.

Die Kirche in Kevelaer und die gemeinsamen Gottesdienste gaben der Pilgertour dann erst ihren besonderen Rahmen.

Für mich war dieses Wochenende eine rundum gelungene Erfahrung: sportlich herausfordernd, menschlich herzlich und voller neuer Eindrücke. Als Neupilger mittendrin gestartet – und als Teil einer Gemeinschaft angekommen.

Daniel Gerwenat

162. Fußwallfahrt nach Aldenhoven – save the date!

Am Sonntag, dem 13. September, findet die diesjähre Aldenhovenwallfahrt statt – wie immer mit unterschiedlichen Teilnahmemöglichkeiten als Fuß-, Rad- oder PKW-Pilger. Nähere Infos zur Durchführung und Anmeldung im September-Pfarrbrief.

Pfarrwallfahrt nach Kevelaer

Am Samstag, dem 3. Oktober, findet unsere jährliche Pfarrwallfahrt nach Kevelaer zur „Trösterin der Betrübten“ als Buswallfahrt statt. Abfahrt des Busses ist um 7.30 Uhr an St. Gertrud. Der Fahrtpreis beträgt 35,- Euro. Aufgrund der mittlerweile sehr reduzierten gastronomischen Angebote in Kevelaer empfehlen wir das Mittagessen im dortigen Priesterhaus, das bei der Anmeldung mitgebucht werden kann. (3-Gang-Menü 21,50 Euro bzw. 10,- Euro für Kinder (unter 6 Jahren frei).

Anmeldung bis zum 25. September im Pfarrbüro möglich!

Erstkommunion 2026

Eltern, die ihre Kinder bei uns zur Ersten Heiligen Kommunion vorbereiten lassen möchten, sind zu einem Info-Abend am Donnerstag, dem 3. September, eingeladen. Der Abend informiert in der Zeit von 19-20 Uhr im Pfarrsaal von St. Marien, Kleikstraße 56, über unsres bewährtes Konzept und den Verlauf der Katechese.

Die Vorbereitung bemüht sich, in einer klassischen Katechese und durch die Einbindung der Familien in das Leben der Gemeinde den Kindern auf eine altersgemäße Weise das Wesen der Heiligen Eucharistie zu erschließen und ihr Herz für Jesus Christus zu öffnen.

Anmeldemöglichkeiten bestehen dann in einem persönlichen Termin im Laufe der darauffolgenden Wochen.

Die Vorbereitung startet für Kinder und ihre Familien am Samstag, dem 19. September mit einem Familientag.

 

Auch Kinder, die nicht im Gebiet der Pfarrei wohnen, sind herzlich zur Erstkommunionvorbereitung eingeladen!

Mariä-Himmelfahrt

Am Samstag, dem 15. August feiert die Kirche das Hochfest der Leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel. Zugleich begehen wir in unserer Pfarrei das Patronatsfest der Marienkirche.

Wir feiern das Hochamt am Festtag, dem 15. August, um 9.00 Uhr in der Marienkirche im tridentinischen Ritus und – zugleich als Vorabendmesse zum Sonntag – um 18.30 Uhr. Der Chor der Marienkirche unter Leitung von Andrea Nell singt in dieser Liturgie. Im Anschluß gibt es einen Umtrunk auf dem Kirchplatz.

Richtfest

Nach zügigem Errichten des Rohbaus haben wird nun eine wichtige Zäsur beim Neubau des Kindergarten St. Gertrud erreicht. Am Dienstag, dem 14. Juli, konnten wir im Kreis der Verantwortlichen und unter Teilnahme der Kinder ein kleines Richtfest feiern. Es ist zwar kein klassischer Dachstuhl gezimmert und vollendet worden, dennoch haben die Kinder ein kleines Bäumchen geschmückt, das auch der Öffentlichkeit den Stand der Arbeiten anzeigt.

Nun beginnt der von außen unsichtbare aber umfängliche Innenausbau. Die Planungen versprechen eine Fertigstellung im Sommer 2027 und den Umzug der Kinder von der alten in die neue Einrichtung zum Kindergartenjahr 2027/2028 (1. August).

Wir danken an dieser Stelle allen am Bau in Planung und Ausführung Beteiligten, besonders dem Architekturbüro Scholl, der Bauunternehmung von Hoegen, unserer Verwaltungsleiterin, Andrea Lux-Jumpertz und Herrn Dautzenberg vom Verwaltungszentrum Aachen sowie dem Bauausschuß des Kirchenvorstands unter Leitung von Klaus Puhl für die reibungslose Zusammenarbeit.

Nicht zuletzt auch ein großes Lob an die Handwerker vor Ort, die eine gut organisierte und saubere Baustelle ins Werk gesetzt haben, die allgemeine öffentliche Beachtung gefunden hat.

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