Psalm zur Reisezeit
HERR, Du hast mich erforscht und kennst mich.
Ob ich sitze oder stehe, du kennst es.
Du durchschaust meine Gedanken von fern.
Ob ich gehe oder ruhe, du hast es gemessen.
Du bist vertraut mit all meinen Wegen.
Ja, noch nicht ist das Wort auf meiner Zunge, siehe, HERR, da hast Du es schon völlig erkannt.
Zu wunderbar ist für mich dieses Wissen, zu hoch, ich kann es nicht begreifen.
Wohin kann ich gehen vor deinem Geist, wohin vor deinem Angesicht fliehen?
Wenn ich hinaufstiege zum Himmel – dort bist Du; wenn ich mich lagerte in der Unterwelt – siehe, da bist Du.
Nähme ich die Flügel des Morgenrots, ließe ich mich nieder am Ende des Meeres,
auch dort würde deine Hand mich leiten und deine Rechte mich ergreifen.
Du selbst hast mein Innerstes geschaffen, hast mich gewoben im Schoß meiner Mutter.
Als ich noch gestaltlos war, sahen mich bereits Deine Augen.
In Deinem Buch sind sie alle verzeichnet: die Tage, die schon geformt waren, als noch keiner von ihnen da war.
Wie kostbar sind mir Deine Gedanken, Gott! Wie gewaltig ist ihre Summe
Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz, prüfe mich und erkenne meine Gedanken!
Sieh doch, ob ich auf dem Weg der Götzen bin, leite mich auf dem Weg der Ewigkeit!
aus Psalm 139
Die Monster waren los!
So titelte die Seite 1 des Pfarrbriefs im August 2016. Beschrieben wurde damit das damals beliebte Spieleformat „Pokemon Go“. Internetfirmen projizierten kleine Monster meist an die Sehenswürdigkeiten unserer Städte. Was für den normalen Spaziergänger unsichtbar blieb, konnten Nutzer von Mobiltelefonen auf ihrem Gerät sichtbar machen und eine virtuelle Jagd eröffnen, um das Monsterchen zu fangen. Auch vor unserer Kirche sammelten sich damals große Gruppen von „Pokemonjägern“.
Als Gegengewicht zu einer solchen Scheinwelt starteten damals Mitglieder des Apostolatsforums durch die Idee von Andrea Nell die Gebetsinitiative „Catholic go“
Man vereinbarte sich sonntags um 15.00 Uhr an der Kreuzgruppe der Kirche St. Gertrud, um anschließend laut den Rosenkranz betend durch durch die Stadt zu spazieren. Die Initiative blieb bei ihrem Entschluß und verkündet seit nunmehr 10 Jahren treu Sonntag für Sonntag öffentlich und mit dem Blick in die Welt gerichtet, daß wir an einen realen Gott glauben, mit dem man sprechen kann. Und daß wir darin eine bessere Gemeinschaft finden als die, in der man als einzelner nebeneinander und dennoch allein zufällig das gleiche Spiel spielt.
Wir danken an dieser Stelle allen treuen Betern für Ihren Dienst an der Welt unserer Tage, die mehr und mehr die Bodenhaftung verliert und in diverse Scheinwelten zu zerfallen droht.
Herzliche Einladung an neue Beter, sich „Catholic go!“ sonntags anzuschließen! Treffpunkt nach wie vor an der Kreuzgruppen neben der Pfarrkirche St. Gertrud.
Taufe-Firmung-Konversion
Kennen Sie jemanden, der Gott sucht?
Kennen Sie jemanden, der getauft werden möchte?
Kennen Sie jemanden, der gefirmt werden möchte?
Kennen Sie jemanden, der nicht-katholisch getauft ist und in die katholische Kirche aufgenommen werden möchte?
Dann machen Sie ihn auf den neuen Bereich „Christwerden“ auf unserer Homepage aufmerksam!
Wir helfen gerne und begleiten alle Suchenden auf Ihrem Weg!
Sprechen Sie uns an: pfarrer@st-gertrud.info
Trauer um Dr. Michael Tunger
Am 27. Juni rief Christus, der Herr über Leben und Tod, Dr. Michael Tunger in seinem 61. Lebensjahr in die Ewigkeit. Als Theologe, Musikwissenschaftler und Komponist gehörte sein Leben der Kirchenmusik. Am 12. Juli 1965 in Aachen geboren, machte er seine ersten musikalischen Gehversuche in der Aachener Domsingschule und gelangte in den Jugendjahren im Aachener Domchor zu früher musikalischer Reife. Unter Domkapellmeister Prälat Dr. Rudolf Pohl erwachte sein Interesse an der Verbindung von Kult und kultischer Musik, was sich später durch ein Diplom in Theologie und eine Promotion in Musikwissenschaft in eine professionelle Richtung entwickelte. Neben der praktizierten Kirchenmusik war er als Schüler von Prof. Hermann Schroeder auch selbst als Komponist tätig und schuf zahlreiche liturgische Kompositionen für gemischte Chöre und Solostimmen.
Von Georg Ratzinger motiviert, arbeitete er 17 Jahre lang bei den Regensburger Domspatzen. Nach der Rückkehr in seine Heimatstadt Aachen war er u.a. bei uns in Herzogenrath mit Beginn der Wiederzulassung der tridentinischen Liturgie durch Papst Benedikt XVI. im Jahre 2007 als Organist und Choralsänger für die Musik in der „Alten Messe“ zuständig. Diese Tätigkeit übte er mit Hingabe aus, bis ihn im Juli 2019 eine böse, bislang nicht recht zu diagnostizierende psychophysische Erkrankung heimsuchte. Durch sie wurde er in ein unheilbares siebenjähriges Siechtum geführt und aus dem gesellschaftlichen Leben vollständig ausgeschlossen. Sein Hauptleiden bestand allerdings darin, weder Orgel spielen, noch singen noch lesen und publizieren zu können.
Als Musikwissenschaftler hat er nicht nur eine Reihe von beachtlichen Forschungen zu berühmten Persönlichkeiten des franko-flämischen Kirchenmusiklebens wie Franz Nekes, Theodor Bernhard Rehmann und Julius van Nuffel publiziert, sondern auch herausragende Forschungen zur Geschichte der Aachener Dommusik vorgelegt. So edierte er erstmalig aus dem Aachener Domarchiv die alten gregorianischen Krönungsgesänge und die mittelalterlichen Gesänge zur Aachener Heiligtumsfahrt in moderner Notation und nahm sie mit der von ihm gegründeten Schola Carolina auf Tonträger auf, die bis heute gerne im Dom-Shop in Aachen erworben werden.
Trotz seiner zweifelsohne herausragenden Begabungen und Leistungen blieb ihm in Zeiten, in denen Selbstvermarktung und Publicity großgeschrieben werden, die Anerkennung in offiziellen Kirchenkreisen versagt. Er lebte still und unauffällig, sorgte als Publizist für die Sicherung kirchenmusikalischer Werte und musizierte ohne jede Eitelkeit in der zweckfreien Liturgie der Kirche. Sein stiller und unerwarteter Tod entsprach seiner unprätentiösen Lebensführung. Sein Leben gehörte der Kirchenmusik als Verklanglichung der Welt Gottes in Schönheit und Harmonie. Möge Christus, der „neue Orpheus“, wie ihn die frühchristliche Theologie nennt, ihm ein gnädiger Richter sein und ihn einstimmen lassen in den Chor der Erlösten. Und möge der Heilige Geist, der Tröster, nun seiner Schwester, die er als einzige nähere Verwandte hinterlässt, Halt und Kraft in der Zeit der Trauer verleihen.
Das Requiem für Dr. Tunger feiern wir am Montag, dem 6. Juli, um 10.00 Uhr im tridentinischen Ritus mit Gregorianischem Choral in St. Marien. Die Beisetzung findet danach auf dem Waldfriedhof statt. Nach Totenmesse und Beerdigung sind alle Teilnehmer zu einem Imbiss in den Pfarrsaal von St. Marien eingeladen.
Herr, gib ihm die Ewige Ruhe!
Was Sie schon immer über Gott erfahren wollten,
bisher aber mit niemandem bereden konnten…
Kann Gott mich glücklich machen? Was heißt das: Gott liebt mich? Wozu starb Jesus Christus? Was macht eigentlich der Hl. Geist? Wenn ich an Gott glaube, rede ich mir dann nur etwas ein? Hilft Beten oder sind das nur Selbstgespräche? Ist auf die Bibel überhaupt Verlass? Brauche ich zum Glauben andere Menschen? – Wenn Sie sich solche Fragen schon einmal gestellt haben, dann ist jedenfalls die letzte leicht zu beantworten: Mit anderen über Gottes- und Glaubenserfahrungen zu sprechen, hilft dabei, sich des eigenen Glaubens bewusster zu werden und ihn zu vertiefen.
In St. Marien beginnt daher im September ein neuer Alphakurs: Nach einem gemeinsamen Abendimbiss, bei dem Sie den Tag hinter sich lassen können, wird je ein knapp 30-minütiger Film zu den großen Fragen über Gott und die Heilsgeschichte gezeigt. Darauf folgt ein entspannter Austausch in kleinen Gruppen, in dem Sie zwanglos ihre Eindrücke und Fragen äußern können. – Und dabei gibt es keine „falschen“ Eindrücke und Fragen, man muss kein Vorwissen unter Beweis stellen.
Der Alphakurs wurde 1977 in England für eine anglikanische Gemeinde zur religiösen „Alphabetisierung“ entwickelt. Inzwischen wird er weltweit in 113 Sprachen und auch in katholischen Gemeinden eingesetzt. Er ist für alle Altersstufen ab etwa 16 Jahren geeignet.
Wir, das Moderatorenteam, das bereits in zwei früheren Alphakursen Erfahrungen gesammelt hat, laden Sie herzlich ein, beim ersten Treffen (Thema: „Hat das Leben mehr zu bieten?“) einfach auszuprobieren, ob Ihnen der Alphakurs gefällt. Und wenn Sie sich allein nicht trauen, dann bringen Sie doch einen Freund oder eine Freundin mit. An unserem Tisch haben alle Platz. (Für die Vorbereitung bitten wir allerdings um eine Anmeldung, s. u.).
Beginn: Donnerstag, 10. September 2026, 19:30 – 21:45, 11 Abende + 1 Wochenendtermin
Ort: Pfarrsaal St. Marien, Kleikstr. 56 (hinter der Kirche), 52134 Herzogenrath
Kontakt und Anmeldung: Johannes Wüst – j.wuest@web.de
Die Teilnahme ist kostenlos. www.alphakurs.de
„Alpha ist dafür da, Jesus zu treffen. Nach allem, was ich von Alpha gesehen und gehört habe, mag ich die Einfachheit. Für mich hat das christliche Leben etwas mit Einfachheit, Freundschaft, Nähe und Freude zu tun. Das spüre ich auch bei Alpha und denke, dass es ein Zeichen dafür ist, dass es funktioniert und dass es vom Herrn gegeben ist.“
(Christoph Schönborn, Alterzbischof von Wien).