Pfarrbrief Juni 2026

Starke Worte

Rund 350 Gläubige besuchten das Hochamt in der Kirche St. Gertrud im Rahmen der Visitation. © Dagmar Meyer

Am Sonntag, dem 17. Mai, hat uns unser Bischof besucht. Es war eine schöne, familiäre und inspirative Zeit. Sehr beeindruckt hat uns alle die Wahrnehmung und Wertschätzung, die der Bischof unserem gewachsenen Profil als überregionalem Geistlichem Zentrum entgegengebracht hat.

In seiner Predigt verglich er uns mit der betenden Jüngergemeinschaft, von der die Apostelgeschichte berichtet, sie habe sich im Obergemach zu Jerusalem versammelt, in dem sie schon mit Jesus das Letzte Abendmahl gehalten hatte, um dort um die Sendung des Heiligen Geistes zu beten. Wörtlich sagte der Bischof in seiner Predigt im Pontifikalamt: „Sie verstehen St. Gertrud ja als Geist­liches Zentrum, also eben als ein solches Obergemach. […] Sie alle vergewissern sich beständig, was Ihnen heilig ist, darüber gibt es kaum Streit und Zweifel. Das, was Sie einmütig macht, ist eben nicht zwielichtig oder dubios. […] Ihr Gebetsleben hier ist kein Strohfeuer und keine Nebensache, sondern zentraler Orientierungspunkt, der allem anderen im Leben Rang, Richtung und Bedeutung zuweist.“

Und bei der Begegnung mit dem Bischof im Pfarrsaal sagte er, nachdem Vertreter verschiedenen Alters- und Herkunftsgruppen ihr Gründe vorgetragen hatten, weshalb sie unsere Gemeinde zu ihrer Wahlpfarrei gemacht haben: „Sie stehen nicht für Vergangenheit, Sie stehen für Zukunft!“ Denn in Katechese und Liturgie werde das Herz vieler berührt, so Bischof Helmut weiter, sodaß sie den Inhalten des Glaubens

zustimmen können. Das sei keine Mode, sondern – im Gegenteil – darin sei St. Gertrud ein Beispiel für eine mögliche Kirche der Zukunft, weil Menschen hier einer „inneren Berührung durch das Geheimnis Gottes“ folgen könnten. In diesem Sinne möchte er als Bischof St. Gertrud gerne auf den Leuchter stellen.

Wir dürfen darin eine unerwartet positive Würdigung dessen erblicken, was bei uns gewachsen ist. Der Bischof hat uns Mut gemacht, auf unserem Weg der überregionalen geistlichen Familie weiterzugehen. Denn das – die zentrale Ausrichtung auf die Gegenwart des Heiligen Geistes in den Sakramenten, im Wort Gottes und in der geschwisterlichen Gemeinschaft – ist es, was die Kirche unserer Tage braucht.

Visitation – Rückblick & Dank

Den starken Worten unseres Bischofs ist kaum etwas hinzuzufügen, was die Bestätigung unserer Entwicklung von der territorialen Pfarrei zu einem Geistlichen Zentrum betrifft. Daß auch er als Bischof darin ausdrücklich ein Modell der Kirche der Zukunft erblickt, ist äußerst bemerkenswert. Dennoch stellt sich nach wie vor die Frage, wie sich dieses Modell in dem integrieren läßt, was die Planungen der Verantwortlichen im Bistum vorsehen. Hier wurden wir bei den verschiedenen Visitationsterminen seitens des Bischofs immer wieder darauf verwiesen, dies alles hier gemeinsam mit den Nachbarpfarreien im Pastoralen Raum zu regeln. Hier wird mancher, der die Erwartung gehegt hat, daß der Bischof irgendeine konkrete, rechtliche, administrative oder gar personelle Regelung für den Fortbestand von St. Gertrud als Geistliches Zentrum ins Werk setzen würde, insgeheim mit den Worten Bertold Brechts aus „Der gute Mensch von Sezuan“ sagen: „Wir stehen selbst enttäuscht und sehen betroffen / Den Vorhang zu und alle Fragen offen.“ 

Ich würde es nicht so pessimistisch sehen, denn unsere Zukunft liegt in Gottes Hand. Wenn es bislang Sein Wille war, daß sich die Dinge so entwickeln, wie sie sich derzeit entwicklen, wird es auch eine Zukunft dafür geben, wenn Er es will. Über die Abschlußbewertung des Bischofs, die er für Juli vorgesehen hat, werden wir Sie an dieser Stelle informieren.

Für jetzt gilt unser Dank allen, die tatkräftig durch ihr Gebet und auch durch die großartige und zahlenmäßig beeindruckende Mit- und Zusammenarbeit bei unseren Visitationsterminen (besonders am 17. Mai!) zu einem Gelingen der Veranstaltungen beigetragen haben.

Eigens möchte ich dabei die Familien erwähnen, die uns durch Kochen und Backen am Visitationssonntag mit Spezialitäten aus ihren 13 Heimatländern verwöhnt haben. Es war ein großartiges Erlebnis, sich die Internationalität und Katholizität unserer Gemeinde durch den Magen gehen zu lassen. Allen ein herzliches Vergelt´s Gott! Und so viel darf für jetzt schon verraten werden: dieses kulinarisch-geistliche Erlebnis, werden wir nicht zum letzten Mal gehabt haben…. 😊     

                                                      Pastor Dr. Guido Rodheudt

Fronleichnam

In diesem Jahr geht die Sakramentsprozession am Fronleichnamstag, dem 4. Juni von St. Marien nach St. Gertrud. Nach dem 9.00 Uhr-Hochamt ziehen wird zunächst zum Altar Marienstr./Ecke Klosterrather, dann zum Marienkapellchen in der Kleikstraße. Der 3. Segen wird wie immer am Seniorenheim „Am Bockreiter“ gegeben. Die Schlußfeier mit dem letzten Segen findet um ca. 12.30 Uhr in der Pfarrkirche statt.

Alle sind besonders herzlich aufgerufen, an diesem Tag Christus zu begleiten, wenn Er segnend durch die Straßen unserer Stadt zieht und damit ein wichtiges öffentliches Zeugnis des Glaubens und der Hoffnung zu geben!

In diesem Jahr geht die Sakramentsprozession am Fronleichnamstag, dem 4. Juni von St. Marien nach St. Gertrud. Nach dem 9.00 Uhr-Hochamt ziehen wird zunächst zum Altar Marienstr./Ecke Klosterrather, dann zum Marienkapellchen in der Kleikstraße. Der 3. Segen wird wie immer am Seniorenheim „Am Bockreiter“ gegeben. Die Schlußfeier mit dem letzten Segen findet um ca. 12.30 Uhr in der Pfarrkirche statt.

Alle sind besonders herzlich aufgerufen, an diesem Tag Christus zu begleiten, wenn Er segnend durch die Straßen unserer Stadt zieht und damit ein wichtiges öffentliches Zeugnis des Glaubens und der Hoffnung zu geben!

Burgfest

Am Sonntag, dem 7. Juni, findet das diesjährige Herzogenrather Burgfest statt. Aus diesem Anlaß wird das Sonntagshochamt um 10.30 Uhr in St. Marien (!) gefeiert. Anschließend gibt es den üblichen Church-Coffee auf dem schönen Vorplatz.

Die Marienkirche ist nach dem Hochamt ganztägig geöffnet. Innen wird es neben Live-Musik die Möglichkeit eines geistlichen Rundgangs geben, an dessen Ende man für sich und andere eine Kerze entzünden kann. Von 17.00-18.00 Uhr ist Eucharistische Anbetung, die mit einem Abendgebet und dem Sakramentalen Segen endet.

Vor der Kirche gibt es einen Info-Stand des Kindergartens St. Gertrud und der St. Sebastianus-Schützen Afden, deren Schützenmeister Thomas Kärger wieder mit seinem Food-Truck „Tom´s Curry Cup“ für das leibliche Wohl sorgen wird.

Abriß und Neubau

Nach dem Verkauf des Jugendzentrums HOT sind das leerstehende und von der Kirchengemeinde nicht mehr sanierungsfähige Gebäude samt dem Grundstück an einen Investor verkauft worden, der an der Stelle 30 sozial geförderte Mieteinheiten bauen wird. Der Bauantrag ist seitens der Stadt Herzogenrath bereits mit grünem Licht versehen worden. Nun erwartet man in Kürze die Freigabe der Fördermittel des Landschaftsverbands. Wenn dies im beantragten Zeitplan geschieht, wird bald der Altbestand abgerissen und mit dem Neubau begonnen, dessen Fertigstellung Ende 2027 / Anfang 2028 geplant ist.

Obwohl wir als Kirchengemeinde weder im Neubau noch in dessen Vermarktung involviert sind, erreichen uns schon jetzt Mietanfragen von Gemeindemitgliedern, die wir gerne an den Investor weiterleiten, um sich vormerken zu lassen.

Alternativ können sich Interessenten auch selbst direkt mit einer E-Mail und mit folgenden Angaben an den Investor unter vermietung@bv-union.de wenden: Vorname – Nachname -E-Mail-Adresse – Telefonnummer – Vermerk des Interesses an einer 2-, 3- oder 4-Zimmer-Wohnung. Die BV-Union meldet sich dann bei den Interessenten, sobald man in die Vermarktung geht. Dies wird voraussichtlich allerdings eher Richtung 2027 sein.

72405 Kilometer …

werden hoffentlich nach der 18. Männerradwallfahrt nach Kevelaer auf dem gemeinsamen „Kilometerzähler“ zu sehen sein.

Mit drei Pilgern 2009 begonnen, werden sich im Juli mittlerweile 35 Radpilger und 5 Betreuer auf den Weg zur Gottesmutter nach Kevelaer machen, um in eigenen Anliegen und stellvertretend für Sie an der Gnadenkapelle Kerzen zu entzünden und zu beten.

Wer den Radpilgern Gebets-Intentionen mit auf den Weg geben möchte, findet nach Fronleichnam die üblichen blauen Gebetszettel in unseren Kirchen vor.

Wir beten gerne für Sie. Aber auch Sie können uns im Gebet begleiten; beten Sie z.B. für eine unfallfreie Wallfahrt bei mildem Wetter.

Die Radwallfahrer starten am Freitag, dem 10. Juli um 8.30 Uhr vor der Marienkirche und werden am nächsten Tag gegen 16.00 Uhr dort zurückerwartet.

Wir laden alle herzlich ein, beim Reisesegen (Freitag 8.30 Uhr) und in der Dankandacht (Samstag 16.00 Uhr) mit dabei zu sein, gemeinsam zu beten und zu danken.

  Herbert Nell

Katechese für alle

Bei der nächsten Veranstaltung geht es am 1. Juni um ein Thema, das ein paar Tage später konkret wird. Unter der Überschrift „Leibhaftig“ wird es um das Fronleichnamsfest gehen. Woher kommt die Tradition, den Leib des Herrn auf die Straße zu tragen? Welche Bedeutung hat das Fest, das aus dem 13. Jahrhundert stammt, für unsere Tage? Der Abend bietet eine Chance, den Fronleichnamstag in diesem Jahr möglicherweise aus einer anderen Perspektive und bewußter mitzufeiern. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr im kleinen Pfarrsaal von St. Marien.

Gaudete

Am Samstag, dem 6. Mai, laden wir junge Christen zu unserem nächsten Treffen ein. Nach der Vorabendmesse schließt sich zunächst eine Zeit der Eucharistischen Anbetung in St. Marien an. Danach behandelt die Katechese auf Wunsch der Jugendlichen eine Frage, die, ähnlich wie die KATECHESE FÜR ALLE einige Tage zuvor, vom Fronleichnamsfest angestoßen ist. Unter dem Titel „Geschichte hautnah. Liturgie als Vergegenwärtigung“ werden wir uns mit der Frage auseinandersetzen, wie es zu verstehen ist, daß Gott in der Hl. Messe gegenwärtig ist und ob und wie auch Ereignisse wie die Geburt oder der Tod Jesu in unserer Zeit Gegenwart werden könne, wenn wir Liturgie feiern.  Zu den GAUDETE-Katechesen sind alle interessierten Jugendliche und jungen Erwachsenen eingeladen.

Tag der Ehejubiläen

Am Samstag, dem 10. Oktober, lädt unser Bischof alle Ehepaare nach Aachen ein, die in diesem Jahr ein besonderes Ehejubiläum feiern können. Dies betrifft ab Silberhochzeit alle runde und halbrunde Jahrestage. Der Tag beginnt um 11.15 Uhr mit einer Heiligen Messe mit unserem Bischof im Aachener Dom. Nach einem gemeinsamen Mittagessen, erwartet die Jubelpaare ein kulturelles Programm. Eine Andacht im Dom beendet den Tag um 16.00 Uhr mit einem persönlichen Segen für jedes Paar. Nähere Infos und Anmeldung unter www.familienarbeit-ac.de (Ehe&Partnerschaft) und auf den Plakaten in den Schaukästen

Musikalischer Frühschoppen

Am Sonntag, dem 28. Juni, findet nach dem Hochamt unser sommerlicher musikalischer Frühschoppen vor der Pfarrkirche mit der Harmonie St. Cäcilia statt.

Neben Getränken wird es auch einen Imbiss vom Grill geben. Wer Fingerfood beisteuern oder auf andere Weise eine helfende Hand zur Verfügung stellen kann, möge sich bitte im Pfarrbüro oder bei Pastor Rodheudt melden.

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